#1 6 Möglichkeiten sich nach der Diagnose „Parkinson“ zum Training zu motivieren von chris 14.08.2016 14:13

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6 Möglichkeiten sich nach der Diagnose „Parkinson“ zum Training zu motivieren
veröffentlicht von Nancy Ryerson am 12. Mai 2016 auf www.michaeljfox.org
übersetzt von Christian Mögel, www.mlp-online.de

Sie haben sich im Fitness Center angemeldet, einen Hometrainer oder neue Laufschuhe gekauft, aber seit Wochen nicht trainiert. Kennen Sie das? Regelmäßiges Training erfordert bei jedem Menschen oft eine große Überwindung, besonders aber für Parkinson-Erkrankte mit Symptomen wie Apathie, Erschöpfungszuständen und Depressionen.
Es ist nicht nur wichtig, Ihr Programm so zu gestalten, dass es Ihnen Spaß macht, kann die richtige Motivation es leichter machen, regelmäßiges Training zur Gewohnheit zu machen. Wie das Training die Symptome beeinflusst ist der erste Motivationsfaktor unserer Community, es gibt aber eine ganze Reihe weitere.

1. Schreiben Sie auf, wie Sie sich nach dem Training fühlen
Bewegung kann helfen, Symptome wie Zittern, Steifigkeit, Stimmungsschwankungen usw. zu lindern. Wenn sich zum Beispiel Ihre Beweglichkeit verbessert hat oder Sie weniger Besorgnis vor der Zukunft haben, notieren Sie sich das in Ihrem Kalender oder Smartphone. Lesen Sie diese Erfolgsnotizen wenn Sie Aufmunterung benötigen.

Deano: „Nach jedem Training habe ich eine Zeit lang weniger Tremor und fühle mich selbstsicherer. Das motiviert mich.“

Carl Monpetit: „Ich fühle mich besser, weniger steif. Bewegung ist Medizin, nur billiger.“

2. Werden Sie Mitglied einer Sportgruppe oder trainieren Sie mit Freunden
Sicher zu sein, ein freundliches Gesicht zu sehen, macht den Weg zum Training viel leichter. Suchen Sie sich einen Trainingspartner und vereinbaren Sie Termine, an denen Sie sich körperlich betätigen.

Judy M. Renolds: „Ich treffe meine Freunde meist in der Selbsthilfegruppe oder beim Sport. Ich wohne in der Nähe des Banner Health Research Centers, wo auch viele Trainingsmöglichkeiten angeboten werden.“

Jana Adams: „Nach dem Training fühle ich mich besser, auch wegen der Unterstützung im Fitness Center und beim Yoga.“

3. Bauen Sie Abwechslung in Ihr Programm ein
Machen Sie Ihr Training interessanter indem Sie neue Elemente wie Yoga, Tai Chi oder Intervalltrainings einbauen (selbstverständlich mit Ihrem Arzt abgestimmt).

Kathy Shea Holden: „Ich brauche öfter mal was Neues, sonst langweile ich mich. Außerdem tut es mir gut und ich kann länger für meine Familie da sein.“

4. Nehmen Sie an Benefiz-Veranstaltungen teil
(Anm. d. Ü.: Dieser Teil ist im Originaltext auf Team FOX in den USA zugeschnitten. Ich habe versucht, etwas Ähnliches für Europa zu finden.
Nehmen Sie an Rennen, Läufen o.ä. teil, bei denen für jede sportliche Leistung ein Betrag ausgeschüttet wird, bevorzugt an eine zuverlässige Parkinson-Organisation. Selbstverständlich können Sie auch selbst Sponsoren kontaktieren und eine eigene Leistung vorschlagen.

5. Genießen Sie den Energieschub nach dem Training
Viele Parkinson-Erkrankte leiden unter Erschöpfungszuständen. Auch wenn das zunächst widersprüchlich erscheint, fühlen Sie nach dem Sport ein deutlich höheres Energieniveau, auch wenn Sie müde sind.

Mark Lyon: „Es ist ein so schönes Gefühl wenn die Parkinson-Lethargie durch die Freude an der Bewegung verdrängt wird. Für mich ist Paddeln auf dem Meer wie eine kleine Kur.“

6. Hören Sie Ihre Lieblingsmusik und genießen Sie Ihre Zeit allein
Vielen macht Bewegung mit Anderen Spaß, es gibt aber auch Menschen, die es bevorzugen mit Ihrer bevorzugten Musik über Kopfhörer allein Ihre Zeit zu genießen.

Sandra Gee: „Ich genieße die Zeit, in der ich allein meine Musik hören kann.“

Connie Barlow: „Ich höre auf die Geräusche der Natur.“

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